Parodontologie

Im Mittelpunkt der Parodontologie steht der Zahnhalteapparat, das Parodontium, zu dem neben der Gingiva (Zahnfleisch) außerdem die Alveole (Zahnfach), die Wurzelhaut und das Wurzelzement gehören. Der Zahnhalteapparat ist für den festen Sitz der Zähne im Kiefer verantwortlich.

Im Rahmen der zahnmedizinischen Fachdisziplin der Parodontologie bieten wir, Dr. Sebastian Hoffmann und Nadine Neumann, Ihnen in unseren Zahnarztpraxen in Braunschweig und Kissenbrück das volle parodontologische Behandlungsspektrum an. Hierzu gehören nicht nur regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die wichtig sind, um Erkrankungen des Zahnhalteapparats frühzeitig zu erkennen, sondern auch die systematische Behandlung von Parodontitis, bei der es in seltenen Fällen korrektiver chirurgischer Eingriffe bedarf.

Parodontitis

Eine Parodontitiserkrankung bleibt oftmals lange unbemerkt, weil sie zunächst schmerzfrei verläuft. Symptome, die auf eine derartige Erkrankung hinweisen können, sind gerötetes und blutendes Zahnfleisch, Mundgeruch und Zahnbeläge. Bei diesen und ähnlichen Anzeichen legen wir es Ihnen nahe, einen Termin bei uns in Braunschweig oder Kissenbrück zu vereinbaren. Denn, um Schlimmerem vorzubeugen, bedürfen diese Symptome schneller Abklärung.

Wird schließlich eine Parodontitis bzw. eine – wie sie im Volksmund genannt wird – Parodontose diagnostiziert, liegt eine Erkrankung des Zahnhalteapparats vor, die in der Regel durch eine vorangegangene Entzündung am Zahnfleischrand (Gingivitis) ausgelöst wurde. Infolge einer Parodontitis kann es zum Rückgang des Zahnfleisches kommen, was wiederum eine Lockerung der Zähne und eine Freilegung der Zahnhälse nach sich zieht. Ungefähr jeder zweite Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr leidet an dieser Erkrankung des Zahnhalteapparats. Erfolgt keine zahnmedizinische Behandlung, kann ein Verlust der Zähne die Folge sein.

Kann man einer Parodontitis vorbeugen? Ja, kann man! Da die Zahnfleischentzündung, die zu Parodontitis führen kann, durch Bakterien hervorgerufen wird, die sich allen voran in Zahnbelägen und Zahnstein ansammeln, kann man ihr durch regelmäßig durchgeführte häusliche Mundhygiene vorbeugen. Hierzu gehört neben dem Zähneputzen auch die Säuberung der Zahnzwischenräume mittels Zahnseide und Interdentalbürste. Außerdem sollte man sich zweimal jährlich einer professionellen Zahnreinigung (PZR) unterziehen, im Zuge derer auch Stellen gereinigt werden können, denen man mit einfachen Mundhygienemaßnahmen nicht beikommt.

Stellen Sie eines oder mehrere der folgende Anzeichen fest, liegt evtl. eine Parodontitis vor:

  • Gerötetes und/oder blutendes Zahnfleisch
  • Mundgeruch
  • Zahnbeläge

Systematische Behandlung von Parodontitis

In unseren Zahnarztpraxen in Braunschweig und Kissenbrück setzen wir auf die systematische Behandlung von Parodontitis, die sich aus mehreren bewährten Behandlungsschritten zusammensetzt. In der Regel gelingt es uns hierdurch, ein Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern.

In einem ersten Schritt, den wir als Initial- und Hygienephase bezeichnen, klären wir Sie über häusliche Prophylaxe auf und entfernen im Zuge einer professionellen Zahnreinigung (PZR) oberflächliche weiche Zahnbeläge bzw. Auflagerungen und polieren sowie fluoridieren Ihre Zahnoberflächen. Daraufhin machen wir uns unter örtlicher Betäubung an die Entfernung harter Auflagerungen und bakterieller Beläge, die sich an den Wurzeloberflächen und in den Zahnfleischtaschen befinden.

In schwerwiegenden Fällen kann parallel zur Parodontose­behandlung eine Antibiotikatherapie nötig sein, um besonders aggressive Bakterien zu bekämpfen. Mittels eines Keimtestes wird das individuelle Keimspektrum analysiert und mit einem darauf abgestimmten Antibiotikum behandelt. Nach mehreren Wochen sehen wir uns dann erneut zu einer Zwischenkontrolle/Reevaluation, bei der wir Ihr Zahnfleisch nochmals eingängig prüfen. In der Mehrzahl der Fälle reichen die vorangegangenen Behandlungsmaßnahmen aus, um die Parodontitis zu heilen. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die korrektive chirurgische Phase, in der Zahnfleischtaschen und Wurzelgabelungen (Furkationen) mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffs nochmals gründlich gereinigt werden. Auch größere Knochenverluste werden hierbei behandelt.

Regelmäßig stattfindende Nachsorgeuntersuchungen sind schließlich ausschlaggebend für einen langfristigen Erfolg der parodontologischen Behandlung. In der Regel setzen wir diese in einem Abstand von drei bis sechs Monaten an. Die Häufigkeit kann jedoch von Patient zu Patient variieren. Sie orientiert sich am Schweregrad der vorausgegangenen Parodontitis und dem jeweils individuellen Erkrankungsrisiko.

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